Interview mit Bruce Greenwood

Bruce Greenwood ist ein Charakterdarsteller . Talentierte und schön, kann der kanadische Schauspieler alles spielen, die Guten und Bösen, normale Leute und Präsidenten, Haupt- und Nebenrollen, und er kann sowohl TV als auch Kinofilme machen.. Noch in seinen frühen 50ern und trotzdem schon über 100 Rollen, darunter St. Elsewhere (er war Dr. Griffin), Nowhere Man (er spielte als Thomas Veil), der gefeierte Film The Sweet Hereafter und Thirteen Days, der Blockbuster I, Robot und National Treasure: Book of Secrets, John from Cincinnati (er spielte Mitch Yost) und natürlich Star Trek (2009), die sowohl von Kritikern hochgelobt und ein Kassenschlager wurde. Greenwood hat ein halbes Dutzend Projekte, die jetzt erscheinen oder auf dem Weg sind, und er war so freundlich mit uns und startrek.com ein kurzes Interview zu machen. Er teilt seine Erfahrungen mit Star Trek, und gibt bekannt, dass er gerne seine Rolle als Christopher Pike in dem nächsten Star Trek Abenteuer wieder aufnehmen möchte.

OSTFC: Beginnen wir mit Batman: Under the Red Hood. Das ist ein animierter direct-to-DVD-Release, in dem du die Stimme von Batman / Bruce Wayne. Pike ist schon ein bekannter Charakter, aber bekannter als Batman geht es ja fast nicht mehr. Wie groß war der Druck auf Ihren Schultern als Sie diese Rolle übernommen hatten?

BG: Ich hab das erst wahrgenommen als ich wieder in meinem Hotelzimmer war. Alle am Projekt beteiligten Leute kamen und haben mir die ganze Batman-Geschichte erzählt. Wer wann was gedreht hat, wer schon alles Batman war, etc.. Dann überkommts einem plötzich und man sagt "Heilige Scheisse...ich brauch hier Hilfe". Aber zum Glück hatten wir einen guten Regisseur der uns das Projekt in eine Menge Spaß für alle verwandelte. Ich hab den Streifen gesehen. Action pur sag ich euch.

OSTFC: Dinner for Schmucks kommt am 30. Juli eröffnet. Was spielst du da?

BG: Ich spiele, absolut logisch, einen sehr gut betuchten Mann. Wir besitzen ein grosses Marmor Zimmer, Fenster größer als mein richtiges Haus und mein Ego ist dementsprechend groß. Irgendwie geraten wir dem Bankrott nah. Paul Rudd hat dann eine Idee wie wir vom Abgrund zurückweichen können. Sein Preis ist jedoch, dass er in mein Allerheiligstes mit einem "Schmuck" will. Es geht natürlich alles schief was schief gehen kann.

OSTFC:Mao's Last Dance hingegen ist mal eine echte Abwechslung. Bruce Beresford inszeniert den Film. Sie spielen Ben Stevensons, einen ehemaligen britischen Ballet-Tänzer und Choreograph. Er wurde schliesslich der künstlerische Leiter des Housten Balletts. Wie war diese Erfahrung?

BG: Für die Art von Rolle wurd ich glaub ich noch nie angefragt. Im Vergleich zu meinen sonstigen Rollen ist das hier eine komplett andere Welt. Ich hab extra Ballettunterricht für ein paar Monate genommen und das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Ich hab mich mit dem echten Stevenson leider nicht im Vorfeld treffen können. Aber er hat den Film mittlerweile gesehen und wir haben danach ein paar eMails ausgetauscht und er war wohl ganz zufrieden. Das war eine meiner größten Ängste, dass ich ihm nicht gerecht werde und ihm Auge in Auge gegenüberstehen muss.

OSTFC: Sie spielen auch in Barney's Vison, einem Drama mit Paul Giamatti, Dustin Hoffman und Rosamund Pike mit und auch noch in Meek's Cutoff, einem Western mit Paul Dano und Shirley Henderson. Wann erholen Sie sich jemals?

BG: Ich weiss auch nicht. Es funktioniert bisher nur so....3 bis 4 Projekte im Jahr. Ich bin auch grad wieder auf dem Sprung nach Mexiko um ein kleines Filmchen mit Andy Garcia und Ruben Blades namens Cristiada zu drehen. Es geht um die Unterdrückung der Kirche in den 20er Jahren.

OSTFC: Lassen Sie uns nun mal über Star Trek reden. Es war ziemlich bekannt, dass Sie vor Ihrer Rolle als Pike nicht viel über Star Trek wussten...

BG: Ich war erschreckend ignorant. Als Kind hab ich es vielleicht ein paar mal gesehen, speziell dann, wenn die heissen Girls in den knappen Kleidern auftraten. Erst als ich die Rolle hatte begann ich meine Hausaufgaben zu machen. Ich studierte Jeffrey Hunter und auch seine Fans die seine Interpretation der Rolle so mochten. Als mir klar wurde, dass mein Pike vollkommen anders geschrieben wurde dachte ich nur: "Oh Gott, was nun?". Aber es scheint gut funktioniert zu haben, was?

OSTFC: Wie in jedem Film, so wurden auch hier dem Schnitt einige Szenen geopfert. Haben Sie große Szenen verloren?

BG:Nein, nicht wirklich. Vielleicht ein oder zwei Zeilen. Manche wurden gekürzt, aber keine ganze Szene die von mir fehlt. Nur in meinem eigenen Kopf hab ich so manche Storyszenen die ich gerne gesehen hätte, ich hätte z.B. auch das Kommando fürs Schiff länger behalten sollen.

OSTFC: Es gibt ja eigentlich keinen Grund Pike im nächsten Film nicht wieder auftreten zu lassen. Haben Sie schon was gehört bzgl. so einer Option?

BG: Oh, ich werde wieder zurückkehren. Ich belästige die Drehbuchautoren die ganze Zeit damit.

OSTFC: Wird Pike seinen Rollstuhl benutzen?

BG: Ich weiss es nicht wirklich. Ich denke, dass gerade durch die Möglichkeiten eines Paralleluniversums ich ohne Rollstuhl sein könnte. Ich würde auch weiterhin gerne Kirk's Mentor sein.


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